electronic beats no. 2
the compilation for electronic listening
CD incl. DVD-Part for pc & mac
Bestell-Nr.: 4029378020508
 
(Alle Bilder sind aus dem Clip TV ART von BIT ART)
Electronic Beats sind spätestens seit der gleichnamigen Sendung auf VIVA mit Ill-Young Kim in jeder Munde eines zeitgenössischen Musikfans. Pünktlich zum Electronic Beats Festival, das mittlerweile Kult ist, erscheint die zweite Ausgabe des ELECTRONIC BEATS Samplers mit den Future Beats von BEAT AGENTS, MATRIX UNLIMITED, BIT ART, CLASSIC ROBOTS, M. ONE, BIZARRE PROJECT, FJS und anderen elektronischen Tonmeistern. Unter dem Stichwort „Advanced Electronic" geführt, bietet diese Scheibe exquisite elektronische Tracks mit starkem Eigenleben: Electro-Trash-Geschichten aus Charakter-Sounds, manchmal mit melancholisch-pointiertem Ende, aber immer erstaunlich kitschfrei. Die E-Beats werden erwachsen und gehen um die Welt... 
 
 
Ein literarischer Exkurs von Sven Matze
 
FLY erzählt auf der ELECTRONIC BEATS NO. 2 einen Epilog von angenehmem Minimal-Trip Hop und einem warmen Slow-Bass, der sich durch den First-Part der "Ambient Cities" schleicht.
START THE BEAT
FLY AMBIENT CITIES PART II
Die erste upliftende Electro-Trash-Geschichte kommt von den CLASSIC ROBOTS und stellt "Androids" als verkleidete Protagonisten von Factory-Processed-Drumloops vor. Das sind eindeutig KRAFTWERKS Enkel!
        
Das melancholische Kapitel wird von M. ONE, dem pop-ambitionierten Female-Part des Break-&-Beat-Duos SPACE INDIANS, mit dem Titel "Fusion" geschrieben: intime Vocaltracks in Form eines inneren Monologs verbreiten hier ein tiefes und sympathisches Flair. 
 
Auch RAIZERs Poem "Weird Megalopolis" besticht durch pures Vocaldesign, wattiert auf knispernden Beats, die durch den Big Apple hüpfen. Sein Wohnsitz in Manhattan hat eben doch Spuren hinterlassen; vielleicht liegt es aber auch an seiner Vergangenheit mit ADAM F. 
START THE BEAT
RAIZER WEIRD MEGALOPOLIS
Eine Rhapsodie mit der Überschrift "Back To New York" zitieren BEAT AGENTS völlig im BigBeat Crash Style, wohingegen FJS das retardierende Moment mit "Mabuse" im Psycho-Mix erzielen. Das ist absolut spannungssteigernd, denn hier steckt der Teufel in den psychedelischen Sounds. Die Zeiten, in denen sich das Münchner Abendblatt und andere "politsch unabhängigen" Zeitungen über FJS echauffierten, sind zwar schon lange vorbei, aber den Biss haben Kosmos, Geist, Körper und Seele mehr denn je in ihr klangliches Spektrum gelegt.
Mit Hardcore Achtel Bass-Loops reitet RAMAN seine Festplatte und schreibt dabei das Bühnenmanuskript neu. Man sieht den Derwisch förmlich vor sich, wie er seiner Crowd mit "C-O-O-L" vocodermäßig einheizt. (Ich erinnere mich, wie DJ ANUBIS während eines Goa Live-Gigs im ausverkauften OUTPOST in Göttingen die ausflippende Menge bestaunte und kopfschüttelnd meinte: "Ich dachte, Goa sei eine Musik des Friedens." Ja, mein Lieber, ab aber gehen muß sie...!) Unvergessen auch RAMANs Performance letzten Jahres im Foyer des PALLADIUMs in Köln, das auch in diesem Jahr wieder das ELECTRONIC BEATS FESTIVAL präsentiert.
              
Weiter im Text: In der Prosa eines DAMUDI finden wir eine ausgeprägte, perkussive Syntax aus Tablas; Sitars zeichnen klare Ethno-Metaphern und filtermodulierte Pulswellen überragen alle fiktionale Darstellungen der "Secret Forces Of Yin & Yang".
BIZARRE PROJECT geben mit ihrem "Subway Race" entlang einer B-Line Modulation Literaturstunde in dicken Beats & tighten Drumsets. Mit einem Rückgriff auf die Historie beschleunigen MATRIX UNLIMITED Barockzitate; eine Art genetisches Wiedererkennen von stark hüpfenden Rhythmuspattern.
BIT ART finalisieren die Electro Trash Episoden mit einer lebendigen Architektur aus Soundschnipsel und wörtlicher Rede. Die Presse spricht bei ihren Tracks nicht zu unrecht von "Präzisionslärm". Das Künstlerkollektiv arbeitet nach dem Motto "Keine Bilder ohne Musik und keine Musik ohne Bilder." Zahlreiche Video-Installationen parallelisieren den Sound und werden zu paralytischen Kicks mit viel DSP. Dem wird auf der CD auch Rechnung getragen (gehörte zum Deal), indem BIT ART ihre Bildkonstruktion "TV Art" als DVD Part beisteuern. Eine Montage mit symbolischer Kraft und subjektiver Entschiedenheit würde ich sagen... ganz im Sinne der Explosivität elektronischer Beats!        
So, wem das nun alles viel zu "narrativ" war, der sollte seinem CD-Player das Wort geben...
 
 
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