Das
erste Volume der "@CLUB"-Serie, die sich den frischesten
Clubsounds widmet. Voller Nu NRG zeigen hier KIM MONO, ELECTRIC
PUSSY, M. ONE, PLANET GROOVE, CANDA und weitere elegante Akteure
des Dancefloors, das die Nacht zum Tanzen da ist. Kickend und
moody zugleich bilden die nu housigen Klänge aus Black-Groove
und souligen Melodien den komplett erfrischenden, upliftenden
Sound. Ein 13-Tracker für den nicht-enden-sollenden
Clubabend...
Steven
Gillerson aka Breakfunker hörte die Zusammenstellung schon
mal vorab.
Gerne
nahm ich das Angebot an, ein Prelistening der ersten Scheibe der
@CLUB-Reihe
zu machen, zumal ich eh stets auf der Suche nach frischen und
eigenwilligen Tracks bin. Ich lese mir nur kurz die Begleittexte
durch, wobei mir auffällt, dass es den Hinweis gibt "It's not
a perfect collection by any means..." Das macht mich neugierig.
Während eines Flugs lege ich die Disc ein und halte auch
direkt meine Eindrücke fest:
KIM
MONO
eröffnet mit Only The Pain Will Set You Free den Clubabend
mit ihren 2steppigen Rhythmen, die so lässig und cool
daherkommen und damit auch schwer animierbare Tanzmuffel
verführen müssen. Ausflüge ins orchestrale House
kennen & lieben wir von MONALAND;
der schon sehr black angehauchte Gesang schneidet königlich
in die innige Synthiemelodie von Baby, Don't Ya
Know.
Das
aus M.
ONEs
Game Girl entstandene Party Game ist mit dem prickelnden
Flanged-Flavoured-House-Piano bereits ein Renner (In The
House).
PLANET
GROOVE
liefern mit Come On Girls das Nu Beat Stück par exellence;
sehr überzeugend sind hier die wattierten Industrial FX
Sounds.
Mein
absoluter Favorit ist trotzdem der
GRACE
JONES-Track
auf SILVERBIRDs
Uptown. Diese elegante Unterkühlung durch die
sexbestechende Stimme und den 80er-Sequenzen sind
für mich richtungsweisend in diesem Genre.
SILVERBIRD
UPTOWN
PRINCE
KAJUKU GONNA
LEAVE YOU
Das
gesangliche Pendant zu SILVERBIRD ist
PRINCE
KAJUKU
mit seinem "Gay"-Track Gonna Leave
You.
Der
neue Bristol-Sound kommt von JACKIE
B.
mit Don't You Worry Pt. I+II, ihr Soul Chanting ist umrahmt von
wohltuenden Retro-Rhodes. CANDA
& DR. FU
geben sich den Torture Mix von Man Chu im Uptempo und
COOL
kontert mit Hardcore-Floor auf Light Voyage. Was
ED
RUSH
mit DNB macht, führt COOL im Housesektor nach dem Motto hart
aber herzlich fort.
RAMAN
remixte für die Compilation die Ethnovocals von Cyberhead
äußerst energiereich. Kontinuierlich pushen
ELECTRIC
PUSSY
Electro-Pop Elemente in ihren Track Weird Animals; eine
Öffnung multipler Perspektiven. MUSIC
2000
liefern schließlich den Space Launching-Countdown zur
Disconnection von E.P.
vs P.G.,
der die Hörer manierlich mit frenchlastigem House
verabschiedet.
Alles
in allem ist diese Kollektion schon sehr gemischt und manchmal
vielleicht auch etwas gewagt, aber "not a perfect collection..."?
Was ist schon perfekt? Diese Zusammenstellung jedenfalls hat sehr
viel Charme und by the way: soviel Understatement ist neu in
dieser Branche und tut verdammt gut, aber der anfangs zitierte
Satz ging ja auch weiter "...but it's a valuable reflection on a
scene that coninues to evolve... Stay @CLUB!" Dem kann ich nur
zustimmen!